Sie können aus Ihrem Land keine Bestellung aufgeben. United States

Griff

Einige von Ihnen haben vielleicht schon Erfahrungen mit Naturheilkunde gemacht und vielleicht schon mal etwas von der Bachblütentherapie gehört.

In dieser Therapieform wird das Wissen um die heilenden Kräfte der Bäume bereits seit einigen Jahren erfolgreich angewendet.

Ähnlich wie die Wirkungen in dieser Therapieform, ist auch die Wirkung in unserem Energiefeld beim Umgang mit einer Einhandrute. Die vielen Erfahrungen der letzten Jahre haben dazu beigetragen, dass ich dieses Wissen um die speziellen Eigenschaften und Energien der unterschiedlichen Bäume für Sie hier hineinfließen lassen möchte. Diese kleinen Abhandlungen zu den einzelnen Baumhölzern, werden Ihnen vielleicht behilflich sein, dass Sie sich selbst wieder dieses Wissens bewusst werden.

Einhandrutengriffe, wie auf dem Foto zu sehen ( aus verschiedenen Hölzern zusammengesetzt), stellen speziell die Wirkungsweise und Energien für therapeutische Zwecke her. Ebenso verhält es sich mit den durch mich gefertigten Amuletten aus verschiedenen Hölzern.

Wenn Sie tiefer in die Baumheilkunde einsteigen möchten, kann ich Ihnen das Buch "Baumheilkunde Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume" von Renato Strassmann sehr empfehlen. Dieses Buch hat mich sehr berührt und mich freut es sehr, dass Renato sein Wissen mit in die Kurzbeschreibungen der Baumhölzer einfließen lassen möchte. Die folgenden Kurzbeschreibungen der Bäume, sind die jeweiligen Beschreibungen nach "Baumheitkundlicher Anwendung"  aus diesem Buch. Herzlichen Dank dafür Renato.

-

Ahorn

Dem Menschen, der durch irgendein Ereignis aufgeschreckt und erschüt­tert wird und der dann nur schwer wieder seine Ruhe und Ausgeglichenheit findet, bietet sich der Ahorn als Baum an. Bei ihm täglich einige Minuten zu ruhen, sich abzukühlen, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, ist wohl die direkteste Form, diesen Neigungen etwas Ausgleich zu verschaf­fen. Als Therapie eignet sich die begleitende Zubereitung des Sonnentees aus den frischen Blättern sehr gut.

Apfelbaum

Der gleichmäßig sanft wirkende Apfelbaum vermittelt ein Gefühl der Ju­gendlichkeit und der Fröhlichkeit. Seine weiche Gestalt weist auch dem Menschen den Weg, den er wieder gehen soll. So meiden bezeichnender­weise häufig depressive, verbitterte Menschen den Apfelbaum. Und gerade sie ruft er. Organisch ist der Apfelbaum überall dort in Betracht zu ziehen, wo es darum geht, Verhärtungen, Wucherungen und Hornhautbildungen entgegenzuwirken, also zum Beispiel bei Hautschwellungen, Geschwüren und Arterienverkalkungen.

Birke

Die Birke bringt Licht und Fröhlichkeit in die Seele. Sie kann aber auch zu Melancholie führen. Sie entspannt und beruhigt die Nerven. Bei den ge­nannten organischen Krankheiten ist es empfehlenswert, häufig eine Birke aufzusuchen, und zwar jeweils morgens und abends. Lethargie und Unbe­weglichkeit sind oft Folgen von bitteren Enttäuschungen. Die Birke bringt Beweglichkeit und Nachgiebigkeit zurück.

Birnbaum

Der Birnbaum hat zunächst ganz allgemein kühlende Eigenschaften. Seine an eine bauchige Flasche erinnernde Form, die sich nach oben hin sam­melnd öffnet, erweckt auch beim Besucher das Gefühl von Zentrierung und Sammlung. Feinfühligen, leicht verletzbaren und dadurch oft auch stark aufgelöst wirkenden Menschen führt der Birnbaum Dichte und Schutz zu. Organisch wirkt der Birnbaum kühlend auf leicht erregbare Menschen. Es ist zu beobachten, dass viele Menschen mit einer eher schwachen Leber die Frucht nicht besonders gern mögen. Ähnliches lässt sich auch beim Apfel­baum beobachten. Der Birnbaum wirkt auf schwache Menschen allgemein stärkend, besonders auf Menschen, bei denen die Beckenregion wiederkehrenden Entzündungsprozessen ausgesetzt ist.

Buche

Die Buche vermittelt „Strenge". Sie ordnet und schafft Klarheit. Ihre Kühle wirkt erfrischend und anregend auf den ganzen Menschen. Diese anregen­de Wirkung kann bis hin zur Nervosität führen. Organisch hat sie auch eine lungenreinigende, atmungsvertiefende Wir­kung. Diese steht aber mehr im Hintergrund. Hauptsächlich wirkt die Bu­che stark kühlend und hitzeableitend.

Eberesche

Die Eberesche hilft Menschen, die stark in der Vergangenheit leben und Mühe haben, die Gegenwart zu finden. Solche Menschen sind in sich ver­haftet, in sich gekehrt und mit sich unzufrieden. Sie lösen eine Art Selbst­vergiftung auf allen Ebenen aus. Organisch spräche man bei der Anwendung der Eberesche von „Blutrei­nigung" im übertragenen Sinne auch von „Seelenreinigung" und „Geistes­reinigung".

Edelkastanie

„Aber ein Mensch, der aus seinem Holz einen Stock macht und diesen in sei­ner Hand trägt, sodass die Hand dadurch warm wird, dem werden aus dieser Erwärmung die Adern und alle Kräfte des Körpers gestärkt.”

Mit diesen Worten der heiligen Hildegard ist die baumheilkundliche An­wendung der Edelkastanie vollumfänglich beschrieben. Das Verweilen bei der Edelkastanie hilft uns, zur inneren Ruhe und Gelassenheit, zu unserer inneren Quelle der Heilung zu finden. Schon den Duft des Holzes tief ein­zuatmen, beruhigt unser ruheloses Denken und schenkt Gesundheit und Geborgenheit, die aus dem Inneren unseres Herzens wachsen.

Eibe

Wer schon einmal unter einer Eibe gesessen hat, der weiß, wie dunkel und kühl ihre Umgebung wirkt. Diese Dunkelheit kann beängstigend sein, aber auch faszinierend wirken. Um vieles stärker wirkt dann noch ein Eiben wall. Die Eibe ist ein Raum, der den Menschen in sein Innerstes führt. Dabei begegnet er seinen dunkelsten und seinen hellsten Erinnerungen. Eine Eibe aufzusuchen empfiehlt sich jenen, die nach dem Sinn suchen. Die Eibe wirkt zentrierend. Bei bestimmten organischen Krankheiten, die mit Verhärtungen, Knochen, Sehnen und Bändern zu tun habe, hat die Eibe einen lösenden Charakter.

Eiche

Ähnlich wie in der Bachblütentherapie wird die Eiche in der Baumheilkun­de verwendet, um aufzutanken und um sich allgemein zu stärken. Die Eiche zeigt hier sehr schöne Eigenschaften nach langen, kräfteraubenden Erkran­kungen. Sie fördert den Wiederaufbau, die Regeneration.

Erle

In der Baumheilkunde empfiehlt es sich, eine Erle bei Müdigkeit und Niedergeschlagenheit aufzusuchen. Sie bringt Frische und Munterkeit und vermittelt eine gewisse Leichtigkeit. Auch bei Gichterkrankungen und bei hitzigem Gemüt zeigt die Erle sehr gute Heileigenschaften.

Esche

Eschen sind, obwohl sie als Krafträuber gelten, dem Menschen sehr freundlich gesinnt. Die Esche regt die Fantasie an und wirkt dadurch be­lebend und stärkend. Dies erklärt auch die Herstellung der Zauberstäbe aus Eschenholz bei den Druiden.

Verhärtete Menschen, die sehr verbittert und enttäuscht sind, weckt und löst die Esche. Gleiches zeigt sie auch in der organischen Wirkung. Verhär­tungen und Kristallisationen, wie rheumatische Ablagerungen und Stein­bildungen, löst und erweicht sie. Sie hat harnsäuresalzlösende Eigenschaf­ten. Allein durch den regelmäßigen Aufenthalt und das Zwiegespräch mit ihr überträgt die Esche ihre Eigenschaften auf den Menschen.                  

Feigenbaum

Nervöse, überspannte und gereizte Menschen finden beim Feigenbaum Ruhe und Erholung. Er stärkt sie. Der Feigenbaum kühlt.

Wer in sich hineinhorchen will, dem bietet der Feigenbaum gute Gele­genheit dazu. Konflikte der Geschlechtlichkeit finden durch ihn oft einen gewissen Ausgleich. Organisch regt der Feigenbaum, allein durch das Ver­weilen bei ihm, die Verdauungsorgane an.

Fichte

Fichte, Föhre und Lärche haben gegenseitig ergänzende Eigenschaften. Sie wirken jeweils in einer ganz bestimmten Beziehung zum Menschen. So wirkt die Fichte zunächst im körperlichen Bereich des Menschen.

Fichte und Tanne wandeln innere Unruhe, Nervosität und Angespannt­heit um in Ruhe und Ausgeglichenheit. Sie haben in gewissem Sinne auch eine kühlende Eigenschaft. Leicht erregbare Menschen lassen sich von Fich­ten und Tannen beruhigen. Sie finden dort den Ausgleich ihres hitzigen Ge­mütes. Die Fichte und die Tanne reinigen und öffnen ihre Atemwege. Sie stärken die Lungen und verhelfen zu einer tieferen Atmung. Allein das Ver­weilen bei Fichten oder Tannen wirkt durchblutungsfördernd und nerven stärkend.

Flieder

Duft und Erscheinung eines Fliederstraußes vermitteln eine ruhige und stille Lebensfreude. Der Flieder strahlt zudem lebendigen Frieden aus. Menschen, die Mühe haben loszulassen, kann der Flieder eine Hilfe sein.

Hasel

Die Hasel wirkt reinigend und klärend auf Geist, Seele und Körper. Ihre leichte Kühle beruhigt und stärkt so den Allgemeinzustand des Menschen. Der Haselstrauch trägt zugleich eine gesunde Leichtigkeit in sich und wirkt so auf den Menschen jugendlich und fröhlich. Dieses Gefühl vermittelt er auch demjenigen, der ihn aufsucht. Wen wundert es, dass der Hasel so oft als Wanderstab benutzt wird.

Holunder (schwarzer Holunder)

Wer sich selber verliert und wem der Boden unter den Füßen fehlt, dem ist zu empfehlen, hin und wieder einen starken und gut gewachsenen Holunder Strauch aufzusuchen. Der Holunder vermittelt auf eine sanfte, aber direkte Art die Erde. Zudem wirkt er auf jähzornige Gemüter besänftigend und kühlend. Auch Menschen, die häufig an Erkältungskrankheiten leiden, kommt der Holunder in direkter Weise entgegen.

Der Holunderstrauch scheint eine enge Verbindung zur Erde und zu den Erdkräften zu haben. Wer eine Nacht unter einem gut gewachsenen und möglichst frei stehenden Busch verbringt, der kann seine Energien und Kräfte spüren und die Nähe von Gnomen, Kobolden und Zwergen erleben. Diese können einmal gut gelaunt und witzig sein, ein andermal als bös- und mutwillige Plagegeister erscheinen.

Kiefer

Die Kiefer hat eine sehr enge Beziehung zur Seele des Menschen und unter­scheidet sich dadurch von der Fichte.

Traurige, melancholische und wehmütige Menschen suchen gerne di9 Kiefer auf. Sie fühlen sich bei ihr geborgen. Oft erfahren sie dabei eine Ver­stärkung ihrer Gefühle. Diese Menschen setzen sich sehr stark mit sich aus­einander und übersehen dabei, dass sie ja überhaupt nicht allein sind. Sie machen den Eindruck, stets in sich gekehrt zu sein. Die Kiefer wirkt hier lösend. Die innere Zurückgezogenheit lässt nach. Für einige Zeit atmet der Besucher tiefer. Wie bei der Fichte und der Lärche werden die Lungen ge­reinigt. Der Blutkreislauf und damit der Sauerstofftransport werden besser. Der Druck in der Brust wird leichter und verschwindet mit der Zeit ganz. Mit der besseren Sauerstoffzufuhr werden auch die Verdauung und der Stoffwechsel indirekt unterstützt.

Kirschbaum

Seine Frische und Jugendlichkeit wirkt ansteckend. Griesgrämigen und traurigen Menschen hilft der Kirschbaum, die Fröhlichkeit und den Früh­ling wiederzufinden. Er stärkt das Herz und den Blutkreislauf. Der Frühling hält Einzug im ganzen Menschen. Erfrischt und aufgemuntert entfernt sich der Besucher vom Kirschbaum. Mit der Gewissheit, wieder zurückkommen zu dürfen, wenn er das sanfte Berühren des Kirschbaums benötigt.

Lärche

Im Unterschied zur Fichte und zur Kiefer drückt die Lärche den geistigen Menschen aus. Sie stellt innerhalb der Familie der Föhrengewächse die drit­te Ebene des Menschen dar.

Innerlich verhärtete Menschen erfahren durch die Begegnung mit einer Lärche eine Art von Befreiung. Langsam beginnt sich etwas aufzulösen. Es wird einem leichter. Gestaute oder fehlgeleitete Energie wird frei. Neue Kraft beginnt zu fließen. Körperlich spürbar wird dieses befreiende Gefühl in erster Linie in der Gegend der Herzspitze unter dem Brustbeinende. Der Druck auf der Brust schwindet. Die Atmung vertieft sich und ein freies At­men stellt sich ein. Die Lungen erhalten neue Kraft. Sie sind gereinigt und frei.

Linde

Unruhigen, gehetzten Menschen bietet die Linde einen angenehmen und erholsamen Platz an. Wer sich unkonzentriert und zerfahren, ja zerrissen fühlt, setzt sich für einige Minuten unter eine Linde. Eine innere Stille und Ruhe, eine innere Sammlung beginnt sich langsam bemerkbar zu machen.'

Menschen, die sich innerlich vor lauter Herumrennen in einer dauernden Hitze befinden, bringt die Linde ausgleichende Kühlung. In der regelmäßi­gen Begegnung stärkt die Linde das Herz und seine Funktionen.

Pappel

Die Pappel hilft in sich gekehrten Menschen, bei denen eine Art von Still­stand spürbar ist. Sie regt den Wachstumsprozess wieder an. Das geschieht zunächst einmal auf der geistigen und der seelischen Ebene. Erst später wirkt sich diese Eigenschaft auch im körperlichen Bereich aus.

Häufig leiden diese Menschen an Krankheiten aufgrund verlangsamter Körperfunktionen. Stoffwechselschlacken werden nicht mehr rasch genug ausgeschieden. Es bilden sich Einlagerungen, die die verschiedensten rheu­matischen Krankheitsbilder verursachen können. Krampfadern und eine schlechte Zellerneuerung zählen ebenfalls zu den Folgen verlangsamter or­ganischer Funktionen.

Entspricht die Pappel, besonders die Schwarzpappel, dem entsprechen­den Menschen, so hilft sie ihm in der regelmäßigen Begegnung, sich zu regenerieren.

Sanddorn

Regelmäßiges Aufsuchen von Sanddornsträuchern führt Leib und Seele zu einer harmonischen Einheit. Lebensmut, Ausdauer und Durchhaltevermö­gen werden durch ihn vermittelt. Er bietet auch Schutz, wenn man sich be­sonders verletzlich und ausgeliefert fühlt.

Wie Eberesche, Heckenrose, Wacholder und Weißdorn bietet auch der Sanddorn Schutz vor nächtlichen Schattenwesen. Dieses Angebot sollte man besonders beim Schlafen unter freiem Himmel ausnutzen.

Schlehe

Wer sich nur schlecht oder überhaupt nicht schützen kann, wer sich lieber hinter einer Wand oder eben hinter einem anderen Menschen versteckt, weil er so verletzbar und sensibel ist, betrachte einmal den Schwarzdorn etwas näher.

Diese Art der Verletzbarkeit führt nicht dazu, dass der Mensch als Einzelgänger in sich gekehrt ist, er sucht viel mehr den Kontakt zum Mitmen­schen. Dazu braucht er jemanden, den er erst einmal vor sich hinstellen kann. Allein würde er den Kontakt nicht finden. Die Unfähigkeit sich zu schützen, drückt sich bei vielen Menschen durch Haut- und Schleimhaut Allergien aus. Sie haben Heuschnupfen, müssen immer niesen und zeigen damit an: „Komm mir bitte nicht zu nah!" Damit diese Menschen dennoch spürbar sind, entwickeln sie Allergien, die die Aufmerksamkeit der Mit­menschen auf sich ziehen. Dem Schwarzdorn entgegenzugehen ist dann wichtig, wenn es sich bei den Allergien um auflösende, zerfließende Pro­zesse handelt.

Stechpalme (Ilex)

Hin- und hergerissen zu sein und doch zu spüren, dass es etwas ganz Be­stimmtes ist, was wir suchen, ist ein unmöglicher Zustand. Nervös und un­ausgeglichen torkeln wir durch die Tage, bis der richtige Moment da ist, die Stechpalme zu sehen. Sie führt uns zu uns und zu dem Gesuchten hin. Wir erwachen langsam wie aus einem Dämmerzustand und werden wieder ru­higer und ausgeglichener. Die meist oberflächliche Atmung wird durch die Stechpalme tiefer und gleichmäßiger.

Thuja (Lebensbaum)

Menschen, die entwurzelt, innerlich unruhig zwischen ausgelassenem Fröhlich sein und Traurigkeit hin- und herschwanken, Menschen, deren Entwurzelung zu Haltlosigkeit und Desorientierung, ja sogar zu Verwir­rung führt, erfahren durch die Thuja als Baumkraft die Kraft der Erde, des Verwurzelt seins. Sie bleiben in Bewegung und finden doch Ruhe und Aus­geglichenheit. Alte Schmerzen, vergiftende Gefühle und Erinnerungen flie­ßen in die Erde und erfahren Reinigung und Verwandlung. Menschen, de­ren Offenheit so groß ist, dass sie dadurch oft Verletzungen ausgesetzt sind, Menschen, deren Körper-Seele-Verbindung so lose ist, dass sie oft kaum mehr ihren Körper spüren und träumend irgendwo unterwegs sind, ihnen kann die Thuja das Angebot des Schutzes und der Verbindung machen.

Ulme

Grundsätzlich hat die Ulme einen lösenden Charakter. In festgefahrenen Si­tuationen lehrt sie uns, das vermeintlich Unlösbare einmal von der anderen Seite her zu betrachten. Umwandeln, Transformieren, das sind die Stärken der Ulme. Diese Prinzipien wirken bis in die organischen Funktionen. Verdichtungsprozesse, Verhärtungen löst die Ulme auf, abbauende, auflösende Krankheiten wandelt sie in aufbauende, heilende Kräfte um.

Wacholder

Der Wacholder führt uns auf uns zurück. Er hilft uns, uns wiederzufin­den. Wenn jemand den Boden unter den Füßen, die Wurzeln, die Bezie­hung zur Erde verloren hat, wenn er gar lieber nicht geboren sein möchte, dann kommt ihm der Wacholder entgegen. Diese Form des Entwurzelt seins drückt sich organisch in Form von Durchblutungsstörungen aus. Kalte Gliedmaßen, langsame und schlechte Verdauung sind spürbare Hinweise. Der Kraft des Wacholders in diesen Zeiten zu begegnen, tut gut.

Walnussbaum

Ist der Mensch zwischen vielen Möglichkeiten hin- und hergerissen und kann sich dabei nicht entscheiden, dann sollte er daran denken, dass ihm durch einige Besuche beim Nussbaum Hilfe entgegenkommen kann.

Auch wenn jemand starken Stimmungsschwankungen unterworfen ist und es ihm dabei so vorkommt, als kontrolliere ihn jemand anderer, ist es empfehlenswert, den Nussbaum regelmäßig aufzusuchen.

Der Walnussbaum hilft, Klarheit zu finden. Der Baum und seine Früchte vermitteln zwischen vermeintlichen Gegensätzen. Sie helfen mit, Grund­lagen zur Entscheidungsfindung zu erkennen. Diese wieder gefundene, in­nere Klarheit entwickelt die Kraft, ist deren Nahrung, den Schritt der Ent­scheidung zu wagen und ihm im Lebensalltag Ausdruck zu geben.

So wirkt der Nussbaum auch als Vermittler zwischen Himmel und Erde, innen und außen, oben und unten, Licht und Schatten — zwischen „Göttern" und Menschen.

Weide

Wem die innere Ruhe fehlt, wer unausgeglichen ist und gestaute Wut in sich trägt, dem hilft die Weide. Sie kühlt und erfrischt. Sie kann aber auch melancholisch stimmen und oft nur schwer zu formulierende Sehnsüchte auslösen. Sie lässt einen in die Ferne schweifen.

Weißdorn

Im Weißdorn sind ähnliche Momente enthalten wie im Schwarzdorn.

Im Unterschied zu den Schwarzdornmenschen sind Weißdorn Menschen überaktiv. Sie verstecken sich hinter ihrer Aktivität. Auch das genaue Gegenteil ist zu finden: Der Mensch ist schlapp und müde. Die Müdigkeit wird zum Vorwand, nicht auf Mitmenschen zugehen zu müssen. Die Ursa­chen dieses Verhaltens können sehr tief greifende Erfahrungen sein, die bis weit in die Kindheit, ja sogar in die vorgeburtliche Zeit zurückgehen. Der Weißdorn übernimmt hier die Rolle eines Schlüssels.

Müdigkeit geht mit Kreislaufstörungen, Herzschwäche und Ver­dauungsstörungen einher. Hier setzt der Weißdorn in der organischen Ebene an.

Zeder

Wer auf der Suche nach seiner inneren Stimme ist, wer seinen inneren Lebens Faden verloren hat und nicht mehr weiß, was das Leben soll, dem kann die Libanonzeder Erleuchtung und inneres Wissen bringen. Sie zeigt ihm den Sinn seines Lebens neu auf und führt ihn, ohne zu drängen wieder auf seinen Pfad. Die Libanonzeder lädt zu Meditation und Kontemplation ein. Unter ihren weit ausladenden Ästen bereitet sie für uns einen Platz, der ge­schützt von Hast und Lärm in die Erkenntnis führt.

Zirbelkiefer (Arve)

Die Arve wirkt in Bezug auf ihren Standort und das gesamte Erscheinungs­bild in der Regel noch eindrücklicher als die Fichte oder die Tanne. Sie strahlt eine unwahrscheinliche Lebenskraft, Ausdauer und auch viel Wär­me aus. Die Feingliedrigkeit der Fichten und Tannen weicht bei der Arve zugunsten, manchmal auch auf Kosten, einer trotzigen und kämpferischen Erscheinung.

Hin- und hergerissene, rasch nachlassende Kräfte und Begeisterung, aber auch Unselbstständigkeit sind Eigenschaften, die die Arve auszugleichen vermag. Bei den kleinsten Widerständen geben die Arvenmenschen nach, sie fühlen sich dabei aber überhaupt nicht wohl. Diese Menschen sind un­sicher und leiden häufig unter kalten Gliedmaßen. Sie haben einen oftmals schlechten Blutkreislauf.

Zwetschge

Hitzigen und rasch in Wut geratenden Menschen hilft der Zwetschgenbaum, einen Ausgleich zu finden. Er kühlt und entspannt sehr stark. Er löst Ver­härtungen, macht weich und durchlässig. Hauptsächlich im Bereich Glied­maßen und Unterleib zeigt der Zwetschgenbaum lindernde Eigenschaften. Ich möchte doch aber auch wegen seiner Kälte zur Vorsicht mahnen: Er kann für viele Menschen zu stark kühlen, sodass sie anfällig für Erkältungs­krankheiten werden.

Zypresse

Es gibt Zeiten, in denen wir Liebgewordenes loslassen müssen, sei das nun ein Mensch, ein Lebensabschnitt oder auch eine vertraute Handlungsweise. Oft fällt uns dieses Loslassen schwer, auch wenn wir wissen, dass es sein muss. Wir klammern uns am Vergangenen fest, bewegen uns zwischen dem, was war, und dem, was sein wird, hin und her, sind ratlos, unruhig und verwirrt. Im Schutz der Zypresse dürfen wir uns unserer Trauer hin­geben. Sie lehrt uns, uns in eine neue Ordnung und in eine neue Situation hineinzugeben. Sie verhilft uns zur Erkenntnis dessen, was richtig ist, und verleiht uns Mut und Zuversicht, zum Neuen Ja zu sagen. Sie möchte uns wieder Form geben und uns in neue Bahnen voller Lebenskraft lenken. Ein Stück Holz oder ein Kissen, gefüllt mit Spänen und Blättern der Zyp­resse, oder ein kleiner Beutel mit Zypressenfrüchten, Blättern und Holz um den Hals getragen, verbinden uns während solcher Zeiten mit der Zypresse und erinnern uns an sie und ihre Botschaft.

Quelle: "Baumheilkunde Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume" von Renato Strassmann